Der Wind bläst durch die Dünen

Mongolei IV – Durch die große Ebene

(Fotos!)

Nach den ersten Tagen hatte sich ein fixer Tagesablauf eingestellt. Aufstehen, Waschen (wenn möglich), Frühstücken, Zelt Zusammenpacken, ca. 3 Stunden Reiten, Mittagessen, ca. 3 Stunden Reiten, Zeltaufbauen, Abendessen, Lagerfeuer und Vodka, Schlafen. Oft blieb dabei, so blöd das klingt, nicht viel Zeit um Fotos zu machen. Ok, einige hab ich dann doch gemacht und von dem Zeitpunkt an, wo ich die Kamera mit auf’s Pferd genommen hab, gibt’s auch vom Reiten Fotos. Harmony war so brav, (fleckmatisch) dass ich sogar im Trab fotografierte, was oft zu etwas schiefen Bildern führte. Das Begradigen Werkzeug hat jedoch gute Dienste geleistet.

 

Unsere Reise führte uns durch ein kleines Dorf mit vielen Attraktionen und von dort weiter in die Hochebene hinein. Beim Zeltaufbauen wurden wir von Wind und Regen überrascht. Als wir fertig waren bemerkten wir, dass wir einen denklich schlechten Platz für das Zelt ausgewählt hatten, ungeschützt vor Wind, also beschlossen wir im Regen das Zelt umzustellen. Wir lösten die Karabiner und trugen es in den Wald, der uns mehr Schutz bieten sollte. Alle anderen waren mit dem Zeltaufbau fertig, und schickten sich an uns gegen unseren Willen zu helfen. Das Ergebnis: Zelt in Rekordtempo aufgebaut, so schief, dass sich der Eingangs-Zip nicht schließen lies. Also wieder ab und wieder aufgebaut und zu dem Zeitpunkt wo wir fertig waren, war der Regen auch schon vorbei.

Am nächste Tag ging es richtig hinein in die Hochebene, die umrahmt war von hohen Gebirgen. Das Tagesziel war eine kleine Holzhütte mit zwei Jurten, wo wir für einen Tag Pause machen wollten, damit wir und die Pferde sich erholen können. Nach drei Stunden Reiten, wussten die Guides irgendwie nicht mehr wo wir hin sollten. Erdene hatte bereits eine Abkürzung genommen und die Verbleibenden wussten nicht so recht wo lang. Das Auto wurde vorangeschickt und war mal hinter dem einen, mal hinter dem anderen Hügel zu sehen. Es dauerte eine weitere Stunde bis wir abgekämpft und etwas sauer die Jurten erreichten.

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Dogsoa hatte uns erzählt es wäre möglich zu duschen und die Akus aufzuladen. Au die Frage ob das jetzt möglich sei, bekam ich nur die Antwort später (7x an dem Tag). Bis ich dann noch später “morgen” als Antwort bekam. Ich dachte schon was ist so schwer den Strom einzuschalten… Am nächsten Tag beobachteten wir jemanden am andern Flussufer mit einem Motorad und einem großen Ding hinten drauf. Er ging hinunter zum Fluss und stieg in ein Boot. Als er bei uns angekommen war, erkannte ich die Schwierigkeit den Strom einzuschalten, der Generator war wohl in einem anderen Dorf. Nachdem mehrere Kabeln in den Generator gefummelt waren und er gestartet war, bekamen wir eine Mehrfachsteckerleiste in unsere Jurte, Strom, fast wie zuhause. Dann wurde noch ein Schlauch vom Fluss über eine Pumpe in die Hütte gelegt und Feuer gemacht. Danach gingen wir Duschen. Das Wasser roch nach Diesel und der Druck glich einem geriatrischen Patienten mit Blasenschwäche. Aber was solls, nach fast einer Woche wieder Haare waschen, da fragt man nicht nach.

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Der nächste Tag war ruhig, man las und beobachtete das Wetter das sich zu seltsamen und sehr lokalen Erscheinungen hinreisen lies. Auch die umliegenden Erdmännchen, Vögel und unsere Pferde wurden dokumentiert. Am nächsten Tag zogen wir weiter, weiter Richtung Norden.

 

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