Minister Martin Max Offenhuber

Die dritte Amtszeit

Liebe Genossinnen, liebe Genossen!

Wir haben es geschafft, wir haben eine dritte Amtszeit. Durch eine Änderung der Verfassung ist es möglich, dass Bundeskanzler Kreisky mit wieder an der Spitze unseres Landes steht. Derzeit tourt er mit Vizekanzler „Aber das Leben lebt“ durch das Land, um das neue Regierungsprogramm unseren Genossinnen und Genossen näher zu bringen.

Auch auf der Grazer Partei Party Conference oder kurz PPC machte er am 11. Mai Halt, um seine Anliegen vorzutragen, im Gepäck auch der Vizekanzler. Fand die letzte Veranstaltung noch im kleinen Saal statt, wurde diesmal wieder der große Festsaal gebucht. Vor dem Start demonstrierten sowohl der Kanzler, als auch der Vizekanzler Volksnähe indem sie sich vor dem Veranstaltungssaal unter die designierten Zuschauer begaben.

Als der Vizekanzler endlich vor die Parteibasis trat, war es nicht nur überraschend, dass relativ wenige Genossinnen und Genossen gekommen waren, die Anwesenden befanden sich noch dazu ausschließlich im hinteren Bereich des Saales. Vor der Mitte befand sich nur gähnende Leere, hinten stand man dicht gedrängt. Ich kann diese Aufteilung im Raum nur als großen Respekt gegenüber dem Vizekanzler werten. Die Rede des Vizekanzlers selbst war recht gut aber nicht überragend, war er ja auch nur als Anheizer gedacht und hat sich sicher zurückgehalten. Die Themen waren meist melancholisch und ruhig, die Stimmung der Zuhörer war gedämpft.

In dem Moment wo der Kanzler die Bühne betrat, brachen die Genossinnen und Genossen spontan in Jubel aus. Dem Kanzler passte der Respektsabstand überhaupt nicht und befahl sofort zusammen zu halten und die Reihen aufzufüllen, zwei Meter Freiraum blieben jedoch vorhanden und wurden geduldet. Der Kanzler hatte gute Stimmung und war um einiges besser gelaunt als beim letzten Mal (Geballte Energie auf engstem Raum), was wohl am großen Festsaal lag und der Tatsache, dass er im Sitzen gut von Allen zu sehen war. Eloquent und mit viel Witz startete er mit dem ersten Punkt des ersten Regierungsprogramms, um anschließen jeden Punkt des neuen Regierungsprogramms bis ins Detail dem Auditorium vorzutragen. Das neue Regierungsprogramm ist vielleicht nicht so gut wie das Letzte, vielleicht muss man sich auch erst ein bisschen mit den Details beschäftigen. Über die Qualität lässt sich sicher erst urteilen, wenn die meisten Punkte umgesetzt sind und die Folgen abschätzbar werden. Anschließend an das neue wurden noch Punkte der letzten zwei Programme vorgetragen, um mit dem fulminanten „Die Menschen sind schlecht“ zu schließen. Dabei wurde der Kanzler doch noch von den zwei Metern Respektsabstand gestört und bat darum, bis zum Podium aufzuschließen. Abschließend mischte sich der Kanzler unters Volk, um sich seine Meinung von den Anwesenden bestätigen zu lassen. Auch mir wurde die Ehre zu Teil, die Worte des Kanzlers in das Mikrofon zu wiederholen. Während dem Ende dieses Vortrages traten leichte technische Probleme mit der Gitarre auf, die vom Bundeskanzler gekonnt dazu genutzt wurden die Minister vorzustellen und auf weitere wichtige Punkte hinzuweisen. Als die Funktionsfähigkeit der Gitarre mit Hilfe der Techniker im vollen Umfang wieder hergestellt worden war, konnte die Rede gebührend beendet werden.

Allgemein stellt sich die Frage, warum die Genossinnen und Genossen in so großen Zahlen der Veranstaltung fern geblieben sind. Viele erschrecken vor dem lauten und direkten Ton des Kanzlers, jedoch ist es meiner Meinung nach nötig in der heutigen Zeit deutliche Worte zu finden. Der Kanzler spricht die Probleme an und er bedient sich der Sprache des Volkes. Diese Ausdrucksform steht naturgemäß in einem krassen Widerspruch zu den Formulierungen von Sprecherinnen und Sprechern der Opposition wie zum Beispiel der Debilenbeauftragten der rosaroten Partei mit Swarovski Steinchen, Nadine Beiler. Wo der Kanzler im neuen Programm klare Worte findet: „Wenn ich sage ich will nicht gestört werden, dann will ich verschissen noch mal nicht gestört werden“ hat Frau Beiler nur folgendes entgegenzusetzen: „Spread your wings and fly, fly, fly, high“. Dies ist vielleicht publikumswirksamer jedoch in letzter Instanz realitätsfern, da Mutter Natur schließlich keine Flügel für uns angedacht hat. So lange der Kanzler an der Macht ist, kann man sich in diesem Land sicher fühlen, es wird sich um uns gekümmert und das ist gut so.

Link zur Parteiseite

http://www.kreisky.net/

Ausschnitten des neuen Regierungsprogramms

Kreisky – Scheiße Schauspieler

 

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