Dach und Tauben?!

Mongolei I – Ulaanbaator

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Die nächsten Einträge möchte ich meiner diesjährigen Mongoleireise widmen. Den Anfang und Endpunkt der Reise bildete Ulaanbaator, die Hauptstadt der Mongolei. Die Mongolei hat ca. 3 Mio Einwohner, bei einer Fläche von 1,5 Mio km2, das sind nicht besonders viele Menschen auf einer sehr großen Fläche. Man schätzt, dass ca. 2 Mio der Mongolen in Ulaanbaator leben, das heißt außerhalb der Hauptstadt gibt es noch weniger Menschen in unendlichen Weiten.

Direkt nach meiner Ankunft in der Mongolei fuhren wir zum goldenen Buddha, eine Art Wahrzeichen der Stadt. Und da die Mongolen ihren Buddha auch so toll lieb haben bauen sie daneben gerade Buddhavista ein Wohnprojekt bestehend aus 4 großen Wohnhäusern, die ein Preisniveau vergleichbar mit Graz aufweisen. Neben dem Buddha, auf einem Hügel steht ein russisches Denkmal, von dem aus man die gesamte Stadt überblicken kann. Wie wunderbar fügen sich auch die kalorischen Kraftwerke in das Stadtbild.

Ein sehr wichtiger Aspekt der Mongolischen Kultur ist, dass sie traditionell nicht die Erde verletzen dürfen. Dies war früher strenger, hat jedoch auch heute noch sehr viele Auswirkungen auf Kultur. So gibt es so gut wie keinen Ackerbau, tote wurden in die Wildnis gelegt, um von Tieren gefressen zu werden und es wurden keine Rohstoffe abgebaut. Letzteres ist für den derzeitigen Aufschwung verantwortlich, da die Mongolen die Rechte am Abbau von Rohstoffen derzeit an die USA, Russland und China verkaufen. Eine weitere, spürbare Nebenwirkung dieser Regel ist, dass Mongolen kein Gras, keine Blumen und keine Bäume pflanzen. Was wächst, das wächst, sonst nichts. Dem entsprechend karg ist deshalb das Stadtbild in Ulaanbaator.

Neben dem Hauptplatz der modern und aufgeräumt wirkt, besuchten wir noch ein buddhistisches Kloster, was der einzige Ort war wo bewusst Pflanzen gesetzt wurden. Auch die typischen Gebetsmühlen gab es zu Hauf, nebst goldenen Buddha-Füßen und jede Menge Tauben. Am Abend besuchte ich noch eine Aufführung, wo traditionelle mongolische Künste wie das Obertongesang zum Besten gegeben wurden aber auch Queen Songs mit Orchester gespielt wurden.

 

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