Mongolei II – zum und am See

(cut the crap, take me to the pictures!)

Nach einer Nacht in Ulaanbaator flog ich dann nach Murun, um endlich zu den anderen zu stoßen, die schon 2 Tage Vorsprung hatten. Murun ist ein kleines Dorf in der Provinz Khuvsgul. Die Provinz ist rund 100.000 km2 groß und damit etwas größer als Österreich und ich glaube sie bauen gerade ihre zweite Strasse. Nach einer kurzen Einkaufstour ging es auch schon in Richtung Wildnis und das auf den ersten Teilen der neuen Sraße. Die erste Kuh auf der Straße war aufregend, eine halbe Stunde später und 30 andere Tiere später hat sich die Aufregung leicht gelegt.

 

 

Danach hielten wir an einem komischen Steinhaufen mit blauen Tüchern darauf. Meine Begleiter gingen daraufhin einer nach dem anderen darauf zu und ich dachte, vielleicht ist es ein Klo, besser Abstand halten. Ich bestieg den Hügel auf der anderen Seite und wurde mit einer schönen Aussicht belohnt (inklusive Krähe). Später stellte sich dann heraus, dass es sich um ein Schamanen-Heiligtum gehandelt hat, das man 3 mal im Uhrzeigersinn umrunden muss. Nach der kurzen Pause ging es weiter, an einem Wasserloch vorbei und schließlich zum Hafen des Khovsgol Sees. Der See ist 136km lang und 36,5km breit und beinhaltet 1% der Süßwasserreserven der Welt. Und es gibt exakt ein intaktes Schiff, das darauf fährt, es wahr aber leider gerade nicht da. Ich musste mit den Wraks der letzten Schiffe Vorlieb nehmen. Weiter ging es Richtung Norden, wo wir kurz halt am See machten um das klare Wasser und die wundervolle Landschaft zu genießen. Und das Wasser ist so unglaublich klar, dass man am Foto gar nicht glaubt, dass die Steine im Wasser liegen.

 

 

Zu Mittag machten wir halt bei der Familie von Anja, eine meiner drei Begleiter, die sich bereit erklärt haben mich vom Flughafen zu den anderen zu führen. Nach einem Teller Nudeln mit Fleisch habe ich die 3 Neffen von Anja kennengelernt. Zuerst waren sie etwas reserviert aber nachdem ich ihnen mitgebrachte Wachsmalstifte geschenkt habe, hatte ich sie auf meiner Seite. Was das heißt merkte ich wenig später als ich hinter dem Haus ein Streifenhörnchen entdeckte und fotografierte. Als es auf einen Baum flüchtete und die Jungs das gesehen hatten, haben sie mir das arme Ding mit Steinen wieder herunter gejagt, damit ich es besser fotografieren kann. Was soll ich sagen, es hat funktioniert aber was man auf dem Foto nicht sieht, die Todesangst des Hörnchens.

 

 

Weiter ging es zu dem Platz wo meine Reisebegleiter schon die Zelte aufgeschlagen haben aber zuerst noch mal zurück zur Familie meine Jacke holen. Nach 6 Stunden unterwegs kam ich dann endlich bei den anderen in einem kleinen Zeltdorf an. Nachdem ich mit dem Prozedere vertraut und auf den neuesten Stand gebracht worden bin gab es Abendessen und jede Menge Vodka. Die Zelte waren direkt am See aufgestellt, die Aussicht war wunderbar und hinter uns ein kleiner Wald. Noch schnell ein paar Fotos vom See in der Dämmerung und ab ins Zelt, Wecker stellen, da mir gesagt wurde, dass in der Früh viele Tiere hinter dem kleinen Wald über die Böschung laufen.

 

 

Um 7 läutet der Wecker, ich ziehe mich an und umrunde den Wald und… kein einziges Tier. Egal dafür gibt es einen wunderschönen Sonnenaufgang. Ich glaube ich werde jetzt aufhören Worte wie wunderschön, wunderbar oder traumhaft zu verwenden, diese gelten eigentlich generell für die gesamte Reise und ich will nicht, dass befreundete Deutschlehrer mich wegen Wortwiederholung dran kriegen. Nach dem Zusammenpacken und Frühstücken bekam ich ein Pferd zugewiesen. Ein graues, etwas nervöses. Ich in voller Montur, mit 8 Kilo Fotorucksack, Haube und Jacke auf das Pferd rauf. Auf der ersten Wiese nach ungefähr 3 Minuten reiten wird mir so warm, dass ich meine Haube abnehme, was sich als schwerer Fehler herausstellte. Das Pferd sieht die Haube, kann damit nichts anfangen, erschrickt und wir reiten im gestreckten Gallop davon. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern was dann passiert ist aber ich glaube ich habe mich irgendwann einfach vom Pferd fallen lassen, irgendwo zwischen Baumstümpfen und Steinen. Analyse, das Pferd ist Müll, ich bekomm ein neues. Das alte Pferd hatte danach den Namen Crazy, den es zu Recht bekommen hat, mein neues Pferd hatte schon den Namen Harmony, klingt ja schon viel besser oder? Also Rucksack mal unten gelassen, rauf auf Harmony und sofort waren wir ein Herz und eine Seele. Um ehrlich zu sein, glaub ich war Harmony nur einfach alles Wurscht. Ob ich auf ihm gesessen wäre oder ein Sandsack hätte für ihn wahrscheinlich nicht viel Unterschied gemacht. Auf jeden Fall hat er mich nie abgeworfen, was ich ihm sehr hoch anrechne. Auf Harmony ritten wir dann den See entlang bis zur Stelle, an der wir Mittagspause machten. Der See hatte im Mittagslicht karibische Züge angenommen.

 

 

Nach einem kurzen Schläfchen ging es dann weiter bis wir am Nachmittag ein Bachdelta erreichnten, neben dem wir in einer Wiese unsere Zelte aufschlugen. Die Wiese war überseht mit Pusteblumen und wir hatten einen traumhaften Ausblick auf den See. Zum Zeitvertreib spazierten wir den Bach entlang bis zu vielen kleinen Wasserfällen und einem weiteren Schamanen Heiligtum. Während wir geschlossen den blauen Steinhaufen, der mit Tierschädeln und Vodkaflaschen verziert war, umrundeten, kam ein Junge auf seinem Pferd angeritten. Er näherte sich neugierig und als er sah, dass ich Fotos von ihm machte, umarmte er sein Pferd und rannte dann zu mir um die Bilder zu begutachten. Auch wenn nicht alle Mongolen sich so begeistert fotografieren lassen, gibt es viele für die es etwas Neues zu sein scheint und sehr interessiert sind. Als wir wieder zurück bei den Zelten waren beschlossen wir uns im See zu waschen. Als ich in das Wasser sprang dachte ich an einen frühzeitigen Tod. Es war scheißkalt und ab da ging es mit den Temperaturen stetig bergab. Am Abend wärmten wir uns am Lagerfeuer und Dogsoa, unsere Köchin erzählte uns sie müsse uns am nächsten Morgen einen besonderen Baum zeigen, der wie eine Leiter aussieht.

 

 

Am Morgen machte ich einen kleinen Spaziergang um die Umgebung zu fotografieren. See, Berge, Spiegelungen alles vorhanden. Leider liegt auch überall ein bisschen Müll: Dosen, Sackerln uvm. Für die Mongolen ist es ganz normal den Abfall in der Natur zu entsorgen, Europäern blutet das Herz. Bei soviel Landschaft, fällt es nicht wirklich ins Gewicht und Mistkübeln sucht man hier vergeblich (Ja, noch schlimmer als in Tokyo!). Bevor wir alle noch ein Stück entlang dem See ritten und dann in die Berge hinauf, zeigten uns Dogsoa und Ochno ihre Nichte noch den tollen Baum. Erst dann begriffen wir was so besonders an dem Baum war, es war der einzige Platz in der Gegend mit Handyempfang. Deshalb kletterte einer nach dem anderen hinauf und schrieb SMS. Die Guides sattelten die Pferde und wir verabschiedeten uns vom See.

PS.: Entweder ich mache keine Rechtschreibfehler oder Word findet die Fehler nicht mehr… Ich tippe auf letzteres. Schlimme Schnitzer sind mir unverzüglich zu melden!

 

Mehr Fotos:

Mongolei I – Ulaanbaator

(direkt zu den Fotos)

Die nächsten Einträge möchte ich meiner diesjährigen Mongoleireise widmen. Den Anfang und Endpunkt der Reise bildete Ulaanbaator, die Hauptstadt der Mongolei. Die Mongolei hat ca. 3 Mio Einwohner, bei einer Fläche von 1,5 Mio km2, das sind nicht besonders viele Menschen auf einer sehr großen Fläche. Man schätzt, dass ca. 2 Mio der Mongolen in Ulaanbaator leben, das heißt außerhalb der Hauptstadt gibt es noch weniger Menschen in unendlichen Weiten.

Direkt nach meiner Ankunft in der Mongolei fuhren wir zum goldenen Buddha, eine Art Wahrzeichen der Stadt. Und da die Mongolen ihren Buddha auch so toll lieb haben bauen sie daneben gerade Buddhavista ein Wohnprojekt bestehend aus 4 großen Wohnhäusern, die ein Preisniveau vergleichbar mit Graz aufweisen. Neben dem Buddha, auf einem Hügel steht ein russisches Denkmal, von dem aus man die gesamte Stadt überblicken kann. Wie wunderbar fügen sich auch die kalorischen Kraftwerke in das Stadtbild.

Ein sehr wichtiger Aspekt der Mongolischen Kultur ist, dass sie traditionell nicht die Erde verletzen dürfen. Dies war früher strenger, hat jedoch auch heute noch sehr viele Auswirkungen auf Kultur. So gibt es so gut wie keinen Ackerbau, tote wurden in die Wildnis gelegt, um von Tieren gefressen zu werden und es wurden keine Rohstoffe abgebaut. Letzteres ist für den derzeitigen Aufschwung verantwortlich, da die Mongolen die Rechte am Abbau von Rohstoffen derzeit an die USA, Russland und China verkaufen. Eine weitere, spürbare Nebenwirkung dieser Regel ist, dass Mongolen kein Gras, keine Blumen und keine Bäume pflanzen. Was wächst, das wächst, sonst nichts. Dem entsprechend karg ist deshalb das Stadtbild in Ulaanbaator.

Neben dem Hauptplatz der modern und aufgeräumt wirkt, besuchten wir noch ein buddhistisches Kloster, was der einzige Ort war wo bewusst Pflanzen gesetzt wurden. Auch die typischen Gebetsmühlen gab es zu Hauf, nebst goldenen Buddha-Füßen und jede Menge Tauben. Am Abend besuchte ich noch eine Aufführung, wo traditionelle mongolische Künste wie das Obertongesang zum Besten gegeben wurden aber auch Queen Songs mit Orchester gespielt wurden.

 

Mehr Fotos:

Island Peoples

Faces of Sziget

This year’s Sziget festival in the heart of Budapest was again a short one for me and should better be called “two days of a week”. Never the less I really enjoyed it with the company of my dear friends. I also took occasion to test the iPhone as a street camera. You cannot get any more unsuspicious. People are so used to see persons staring at their phones you can stand in front of them taking a picture and they will never notice 🙂 So here are some faces of this year’s Sziget festival:

 

Italy Road Trip part IV – Verona

Am Weg vom verregneten Florenz nach Hause, besuchten wir noch Verona. Nicht nur dass das Wetter in Verona sonnig und warm war, Verona ist eine Stadt wie aus einer alten Geschichte. Ähnlich wie Florenz, dabei jedoch kompakter. Wunderbare alte Gassen, Plätze, Kirchen und ein Fluss und das alles auf engstem Raum. Obwohl auch Verona eine Touristenstadt ist, ist der Charme einer vergangenen Epoche nicht verloren gegangen.

Von Verona ging es ab nach Graz, womit sich unser Road Trip dem Ende zu neigte. 3 Tage 2000km und jede Menge Eindrücke.

Italy Road Trip part III – Florenz

Von Bologna machten wir uns auf in Richtung Florenz. Da es beim Buchen weit nach Mitternacht und ich damals nicht im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte, hatten wir ein Hotel “etwas” außerhalb. Als wir mit dem Shuttle Bus in die Innenstadt gefahren sind, war es schon später Nachmittag. Zur schnell eintretenden Dunkelheit gesellte sich auch noch Nieselregen. Auch am nächsten Tag nieselte es leicht. Wir fuhren noch einmal für zwei Stunden in die Stadt, bevor wir uns wieder ins Auto setzten.

Normalerweise bin ich kein großer Freund von zu stark bearbeiteten Bildern. Da das Wetter in Florenz aber nur schlecht war und die Fotos einfach nur langweilig sind, habe ich sie … sagen wir mal interessanter gestaltet.

 

Queens of the Stone Age

Lange ist es her, seit ich beim IAMX Konzert am ausgehängten Veranstaltungskalender die Ankündigung des Queens of the Stone Age für den 12. Mai auf den Kassematten sah. Umgehend kümmerte ich mich um eine Karte und bekam wie durch ein Wunder eine, die zurückgegeben worden ist. Natürlich war das Konzert schon Monate vorher ausverkauft. Als ich dann meine Karte genauer betrachtete wunderte ich mich sehr über den Titel: „Queens of the Stone Age – play Queens of the Stone Age 1st Album“???

Wenn wir keine neue haben, spielen wir halt einfach die Erste CD, gute Idee an sich. Eine alte CD ist wie ein gutes Buch. Das ist wie bei Harry Potter wieder mal den ersten Teil lesen. Leider kenn ich bei QOTSA nur die Fortsetzung und es scheint keine durchgehende Handlung zu geben. Dann ist es doch eher wie wenn man sich auf Jurassic Park gefreut hat und plötzlich läuft ET.

Rock and Roll Baby
Rock and Roll Baby

Am Weg auf die Kassematten startet unter mir der Business Lauf und schon beim Eingang merke ich, ich bin wieder einmal viel zu früh dran. Bei einer Location wie den Kassematten wird man durch guten Ausblick und Verköstigung verwöhnt, wodurch das zu frühe Eintreffen sich gut aushalten lässt. Nach einer kleinen Stärkung ging es auf in das Innere der Kassematten. Schon nach kurzem Warten startete die Vorband. Draußen war es noch hell und auf der Bühne wurde mit einfachem Rock and Roll unterhalten. Nett, kurz und schmerzlos.

QOTSA
QOTSA

Danach wird es wieder ruhig. Die Roadies bauen um und die Menge findet sich langsam ein. Dann startet das Konzert und sofort bricht der Wahnsinn los. Wie versprochen werden die Lieder der ersten CD gespielt. Die Sonne geht unter und der Wind weht Blüten vor die Bühne, die Stimmung könnte nicht besser sein. Zwischendurch gibt es Probleme mit einem Verstärker, die Menge skandiert „QOTSA!!!“ Auch Josh Homme der Sänger ist sichtlich angetan von der Location.

Nachdem der Verstärker wieder läuft kann es weiter gehen. Dabei wird das Wetter draußen rauer. Der Wind peitscht Nieselregen herein, bei der Hitze eine willkommene Abkühlung für alle die drinnen sind. Vorne bildet sich ein Pogo Knödel, die Bestandteile des Knödels sind besoffen und voll gedröhnt und haben sichtlich Spaß. Einer auch Nasenbluten. So muss Rock sein, straight, laut schnell, sympathisch. Irgendwie klingt die Musik vertraut aber trotzdem fällt einem irgendwie nicht ein wer noch so genial klingt. Dann fliegt ein Slip auf die Bühne, den Josh dankend entgegen nimmt. Es passt einfach alles, auch wenn man die Lieder nicht kennt.

Wunderbare Lichtspiele
Wunderbare Lichtspiele

Dann ist die CD vorbei, schade ich hätte gerne die Hits der neuen CDs gehört. Jedoch, QOTSA gehen in Medias Res, wechseln die CD, LED Stäbe werden herunter gefahren, neue CD auf Start und los geht’s in die zweite Runde. Es kommen die neue Hits und die Stimmung wird noch besser. Als Josh ein Mädl mit einem Schild in der Menge sieht, erfüllt er ihr ihren Musikwunsch mit den Worten „Happy fucking birthday!“. Und noch ein zweites Mädl wird glücklich gemacht. Josh zwinkert einem Mädl mit einem Schild, auf dem „Sky“ geschrieben ist, wissend zu, das nächste Lied für das Mädl, „Sky falls down“. QOTSA Rockstar Wurlizer

Pogo Haufen - aka Moshpit
Pogo Haufen - aka Moshpit

Bei „Go with the flow“ geht mir der Knopf auf. Im Pogo Haufen musst Du sein wie das Schilfrohr im Wind und nicht wie eine Ziegelmauer. Mit dieser Erkenntnis hab ich mich in das Auge des Zyklons begeben. Draußen stehen Leute auf den Dächern mit Regenschirmen, drinnen wird es immer wärmer. Nach einer weiteren kurzen Pause gibt es noch einmal 3-4 Zugaben. Alles außer „No one knows“. Und so plötzlich wie es angefangen hat, ist es wieder aus. Die Zuschauer wirken als würden sie nicht daran glauben. Selbst nachdem das Licht angegangen ist stehen alle wie versteinert da und warten ob noch was kommt. Die Techniker beginnen abzubauen und noch immer stehen alle und warten bis sie wieder kommen.

Ich gehe durch den Regen nach Hause, die Leute reden wieder Blödsinn.
Sie: „Das war fucking scheiß geil“
Er: „Ich hab mich auch voll gewundert dass ich so ausgeflippt bin“
Ich zweige ab zu einer Stelle unter der Burg von der man über die ganze Stadt sieht. die Stadt ist ruhig wie sonst nie, nur dieses komische Pfeifen stört.

 

Die dritte Amtszeit

Liebe Genossinnen, liebe Genossen!

Wir haben es geschafft, wir haben eine dritte Amtszeit. Durch eine Änderung der Verfassung ist es möglich, dass Bundeskanzler Kreisky mit wieder an der Spitze unseres Landes steht. Derzeit tourt er mit Vizekanzler „Aber das Leben lebt“ durch das Land, um das neue Regierungsprogramm unseren Genossinnen und Genossen näher zu bringen.

Auch auf der Grazer Partei Party Conference oder kurz PPC machte er am 11. Mai Halt, um seine Anliegen vorzutragen, im Gepäck auch der Vizekanzler. Fand die letzte Veranstaltung noch im kleinen Saal statt, wurde diesmal wieder der große Festsaal gebucht. Vor dem Start demonstrierten sowohl der Kanzler, als auch der Vizekanzler Volksnähe indem sie sich vor dem Veranstaltungssaal unter die designierten Zuschauer begaben.

Als der Vizekanzler endlich vor die Parteibasis trat, war es nicht nur überraschend, dass relativ wenige Genossinnen und Genossen gekommen waren, die Anwesenden befanden sich noch dazu ausschließlich im hinteren Bereich des Saales. Vor der Mitte befand sich nur gähnende Leere, hinten stand man dicht gedrängt. Ich kann diese Aufteilung im Raum nur als großen Respekt gegenüber dem Vizekanzler werten. Die Rede des Vizekanzlers selbst war recht gut aber nicht überragend, war er ja auch nur als Anheizer gedacht und hat sich sicher zurückgehalten. Die Themen waren meist melancholisch und ruhig, die Stimmung der Zuhörer war gedämpft.

In dem Moment wo der Kanzler die Bühne betrat, brachen die Genossinnen und Genossen spontan in Jubel aus. Dem Kanzler passte der Respektsabstand überhaupt nicht und befahl sofort zusammen zu halten und die Reihen aufzufüllen, zwei Meter Freiraum blieben jedoch vorhanden und wurden geduldet. Der Kanzler hatte gute Stimmung und war um einiges besser gelaunt als beim letzten Mal (Geballte Energie auf engstem Raum), was wohl am großen Festsaal lag und der Tatsache, dass er im Sitzen gut von Allen zu sehen war. Eloquent und mit viel Witz startete er mit dem ersten Punkt des ersten Regierungsprogramms, um anschließen jeden Punkt des neuen Regierungsprogramms bis ins Detail dem Auditorium vorzutragen. Das neue Regierungsprogramm ist vielleicht nicht so gut wie das Letzte, vielleicht muss man sich auch erst ein bisschen mit den Details beschäftigen. Über die Qualität lässt sich sicher erst urteilen, wenn die meisten Punkte umgesetzt sind und die Folgen abschätzbar werden. Anschließend an das neue wurden noch Punkte der letzten zwei Programme vorgetragen, um mit dem fulminanten „Die Menschen sind schlecht“ zu schließen. Dabei wurde der Kanzler doch noch von den zwei Metern Respektsabstand gestört und bat darum, bis zum Podium aufzuschließen. Abschließend mischte sich der Kanzler unters Volk, um sich seine Meinung von den Anwesenden bestätigen zu lassen. Auch mir wurde die Ehre zu Teil, die Worte des Kanzlers in das Mikrofon zu wiederholen. Während dem Ende dieses Vortrages traten leichte technische Probleme mit der Gitarre auf, die vom Bundeskanzler gekonnt dazu genutzt wurden die Minister vorzustellen und auf weitere wichtige Punkte hinzuweisen. Als die Funktionsfähigkeit der Gitarre mit Hilfe der Techniker im vollen Umfang wieder hergestellt worden war, konnte die Rede gebührend beendet werden.

Allgemein stellt sich die Frage, warum die Genossinnen und Genossen in so großen Zahlen der Veranstaltung fern geblieben sind. Viele erschrecken vor dem lauten und direkten Ton des Kanzlers, jedoch ist es meiner Meinung nach nötig in der heutigen Zeit deutliche Worte zu finden. Der Kanzler spricht die Probleme an und er bedient sich der Sprache des Volkes. Diese Ausdrucksform steht naturgemäß in einem krassen Widerspruch zu den Formulierungen von Sprecherinnen und Sprechern der Opposition wie zum Beispiel der Debilenbeauftragten der rosaroten Partei mit Swarovski Steinchen, Nadine Beiler. Wo der Kanzler im neuen Programm klare Worte findet: „Wenn ich sage ich will nicht gestört werden, dann will ich verschissen noch mal nicht gestört werden“ hat Frau Beiler nur folgendes entgegenzusetzen: „Spread your wings and fly, fly, fly, high“. Dies ist vielleicht publikumswirksamer jedoch in letzter Instanz realitätsfern, da Mutter Natur schließlich keine Flügel für uns angedacht hat. So lange der Kanzler an der Macht ist, kann man sich in diesem Land sicher fühlen, es wird sich um uns gekümmert und das ist gut so.

Link zur Parteiseite

http://www.kreisky.net/

Ausschnitten des neuen Regierungsprogramms

Kreisky – Scheiße Schauspieler

 

Wirbel im Lend 2011

Am 2. bis 8. Mai fand im Bezirk Lend wieder der Lendwirbel statt. Die ganze Woche über gab es Veranstaltungen im öffentlichen Raum. Jeden Abend verwandelte sich das Kunsthaus in ein überdimensionales Pong Spiel. Mit Hilfe von zwei Joysticks konnten zwei Mitspieler gegeneinander antreten. Am Samstag wurde die gesamte Gegend vom Lendplatz über den Mariahilferplatz bis zum Kunsthaus zur Spaß, Party und Musikzone.

Es gab zahlreiche Sportveranstaltungen wie ein Streetsoccer, ein Radpolo und ein Ball über die Schnur Turnier. Bei Letzterem haben wir auch selbst aktiv teilgenommen und konnten den ersten Platz erringen und das obwohl der Veranstalter ständig die Regeln änderte um unseren Sieg zu verhindern. Zuerst mussten wir alle anwesenden Teams bezwingen, um anschließend noch einmal gegen das Team des Veranstalters anzutreten. In diesem finalen Spiel wurde zuerst mit einem, dann mit zwei und mit drei Bällen gleichzeitig gespielt. Trotz dem Einsatz zweier Schiedsrichter waren die Punkte und der Punktestand schnell unüberschaubar. Trotz dieser widrigen Umstände konnten wir den Sieg am Ende für uns beanspruchen. Als Preis erhielten wir ein Säckchen Ukrainischen Pfeffer, wunderbar!

Überall konnte man Konzerten beiwohnen und es gab reichlich zu essen und zu trinken. Am Abend fand eine Rollschuh Disko mit FM4s Davideck statt und DJs, die sich in einer Wohnung befanden, legten für die Straße auf. Diese war komplett gefüllt mir tanzwütigen Menschenmassen.

Links:

http://lendwirbel.at/