Queens of the Stone Age

Lange ist es her, seit ich beim IAMX Konzert am ausgehängten Veranstaltungskalender die Ankündigung des Queens of the Stone Age für den 12. Mai auf den Kassematten sah. Umgehend kümmerte ich mich um eine Karte und bekam wie durch ein Wunder eine, die zurückgegeben worden ist. Natürlich war das Konzert schon Monate vorher ausverkauft. Als ich dann meine Karte genauer betrachtete wunderte ich mich sehr über den Titel: „Queens of the Stone Age – play Queens of the Stone Age 1st Album“???

Wenn wir keine neue haben, spielen wir halt einfach die Erste CD, gute Idee an sich. Eine alte CD ist wie ein gutes Buch. Das ist wie bei Harry Potter wieder mal den ersten Teil lesen. Leider kenn ich bei QOTSA nur die Fortsetzung und es scheint keine durchgehende Handlung zu geben. Dann ist es doch eher wie wenn man sich auf Jurassic Park gefreut hat und plötzlich läuft ET.

Rock and Roll Baby
Rock and Roll Baby

Am Weg auf die Kassematten startet unter mir der Business Lauf und schon beim Eingang merke ich, ich bin wieder einmal viel zu früh dran. Bei einer Location wie den Kassematten wird man durch guten Ausblick und Verköstigung verwöhnt, wodurch das zu frühe Eintreffen sich gut aushalten lässt. Nach einer kleinen Stärkung ging es auf in das Innere der Kassematten. Schon nach kurzem Warten startete die Vorband. Draußen war es noch hell und auf der Bühne wurde mit einfachem Rock and Roll unterhalten. Nett, kurz und schmerzlos.

QOTSA
QOTSA

Danach wird es wieder ruhig. Die Roadies bauen um und die Menge findet sich langsam ein. Dann startet das Konzert und sofort bricht der Wahnsinn los. Wie versprochen werden die Lieder der ersten CD gespielt. Die Sonne geht unter und der Wind weht Blüten vor die Bühne, die Stimmung könnte nicht besser sein. Zwischendurch gibt es Probleme mit einem Verstärker, die Menge skandiert „QOTSA!!!“ Auch Josh Homme der Sänger ist sichtlich angetan von der Location.

Nachdem der Verstärker wieder läuft kann es weiter gehen. Dabei wird das Wetter draußen rauer. Der Wind peitscht Nieselregen herein, bei der Hitze eine willkommene Abkühlung für alle die drinnen sind. Vorne bildet sich ein Pogo Knödel, die Bestandteile des Knödels sind besoffen und voll gedröhnt und haben sichtlich Spaß. Einer auch Nasenbluten. So muss Rock sein, straight, laut schnell, sympathisch. Irgendwie klingt die Musik vertraut aber trotzdem fällt einem irgendwie nicht ein wer noch so genial klingt. Dann fliegt ein Slip auf die Bühne, den Josh dankend entgegen nimmt. Es passt einfach alles, auch wenn man die Lieder nicht kennt.

Wunderbare Lichtspiele
Wunderbare Lichtspiele

Dann ist die CD vorbei, schade ich hätte gerne die Hits der neuen CDs gehört. Jedoch, QOTSA gehen in Medias Res, wechseln die CD, LED Stäbe werden herunter gefahren, neue CD auf Start und los geht’s in die zweite Runde. Es kommen die neue Hits und die Stimmung wird noch besser. Als Josh ein Mädl mit einem Schild in der Menge sieht, erfüllt er ihr ihren Musikwunsch mit den Worten „Happy fucking birthday!“. Und noch ein zweites Mädl wird glücklich gemacht. Josh zwinkert einem Mädl mit einem Schild, auf dem „Sky“ geschrieben ist, wissend zu, das nächste Lied für das Mädl, „Sky falls down“. QOTSA Rockstar Wurlizer

Pogo Haufen - aka Moshpit
Pogo Haufen - aka Moshpit

Bei „Go with the flow“ geht mir der Knopf auf. Im Pogo Haufen musst Du sein wie das Schilfrohr im Wind und nicht wie eine Ziegelmauer. Mit dieser Erkenntnis hab ich mich in das Auge des Zyklons begeben. Draußen stehen Leute auf den Dächern mit Regenschirmen, drinnen wird es immer wärmer. Nach einer weiteren kurzen Pause gibt es noch einmal 3-4 Zugaben. Alles außer „No one knows“. Und so plötzlich wie es angefangen hat, ist es wieder aus. Die Zuschauer wirken als würden sie nicht daran glauben. Selbst nachdem das Licht angegangen ist stehen alle wie versteinert da und warten ob noch was kommt. Die Techniker beginnen abzubauen und noch immer stehen alle und warten bis sie wieder kommen.

Ich gehe durch den Regen nach Hause, die Leute reden wieder Blödsinn.
Sie: „Das war fucking scheiß geil“
Er: „Ich hab mich auch voll gewundert dass ich so ausgeflippt bin“
Ich zweige ab zu einer Stelle unter der Burg von der man über die ganze Stadt sieht. die Stadt ist ruhig wie sonst nie, nur dieses komische Pfeifen stört.